Die Wiener Laterndluhr
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich ab circa 1800 ein eigener Stil an Pendeluhren. Diese Wand- und Bodenstanduhren sind zumeist mit einem vorspringenden Oberteil versehenen, besitzen einen dreiseitig verglastes Uhrgehäuse mit einem langen Mittelteil und sich verbreiternden Unterteil in dem das Pendel schwingt und werden umgangssprachlich als Laterndluhren bezeichnet. Die Laterndluhr ist ein Regulator, der zur Erziehlung der Ganggenauigkeit an eine Wand, frei von Erschütterung, befestigt wird. Die formale Entwicklung der Laterndluhr geht auf die englischen Standuhren des 18. Jahrhunderts zurück, von denen sie den Dreiecksgiebel übernommen hat. Der Unterteil der Uhrkästen ist seitlich mit Wendelschrauben aus Messing versehen, die zur Justierung dienen. Die oberen Abschlüsse der Gehäuse verfügen bei den frühen Uhren über einen flach abgetreppten Abschluss, der Unterteil ist seitlich geschlossen. Die unterste Tür, indem die Pendellinse sichtbar ist, lässt sich nach oben oder seitwärts schieben. Den Dreiecksgiebel finden wir später ab etwa 1820 auf dem gesamten Gebiet der ehemaligen Österreich-Ungarischen Donaumonarchie vor. ....weiter lesen |
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